In der Bevölkerung gibt es Menschen, die sich selber als 'elektrosensibel' bezeichnen. Diese Personen leiden an unspezifischen Symptomen dermatologischer oder vegetativer Art, die sie auf die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (EMF) zurückführen. Mitte der 80er Jahre zeigte sich dieses Phänomen erstmals an Bildschirmarbeitsplätzen, später wurden Haushaltsgeräte als Ursachen genannt. Heute steht hauptsächlich der Mobilfunk im Mittelpunkt. Manche der Betroffenen geben nur leichte Symptome an, andere haben so schwere Krankheitserscheinungen, dass sie ihren Arbeitsplatz aufgeben und ihr gesamtes Leben umstellen.
Auch in der Schweiz wird dem sogenannten EHS Phänomen seriös und engagiert begegnet. So schuf die Stiftung Mobilkommunikation und Umwelt, die von der jetzigen Bundesrätin Frau Doris Leuthardt präsidiert wurde, im Jahr 2004 eine Beratungsstelle für EHS-Betroffene am Luzerner Kantonsspital. Diese Sprechstunde ist eine zentrale ärztliche Beratungsstelle am Institut für Umweltmedizin Luzern für Menschen aus der Schweiz, die sich von EMF, vor allem des Mobilfunks, belästigt oder gesundheitlich beeinträchtigt fühlen. Die Sprechstunde arbeitet dabei eng mit anderen schweizerischen Institutionen und Universitäten sowie mit ähnlichen Einrichtungen aus dem benachbarten Ausland zusammen.