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Forschung

Intensive Forschung

Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf Mensch und Umwelt werden intensiv erforscht. Dies teilweise schon seit Jahrzehnten im Bereich der Rundfunk- und Radarwellen, also nicht erst seit die ersten Mobilfunkantennen aufgestellt worden sind und über 8.7 Mio Personen in der Schweiz ein Handy nutzen (Stand: März 2009). Im Zentrum der Forschung stehen mögliche, denkbare nicht-thermische (biologische) Effekte des Mobilfunks. Untersucht werden sowohl Antennen wie auch Handys.

 

Thermische Wirkungen

Die Medizin unterscheidet zwischen thermischen und nicht-thermischen Wirkungen der hochfrequenten Wellen. Die thermische Wirkung (Wärmeentwicklung) entsteht, wenn ein elektrisches Wechselfeld an Molekülen (genau Dipolen) des Körpers rüttelt bzw. die Moleküle im Wechselfeld hin- und hergedreht werden. Offen ist insbesondere die Frage, wie viel Erwärmung der menschliche Körper erträgt. Aus der Alltagsmedizin weiss man, dass eine Erwärmung bis 1 Grad unbedenklich ist. Das Ausmass der Temperaturerhöhung durch elektromagnetische Wellen wird dadurch bestimmt, wieviel elektromagnetische Leistung von einer bestimmten Menge Körpergewebe absorbiert wird. Die entscheidende Kenngrösse ist die Spezifische Absorptionsrate (SAR), die in Watt/kg angegeben wird. 

 

Nicht-thermische Wirkung
Nicht-thermische oder athermische (auch biologische) Effekte können möglicherweise entstehen, wenn die in einer Funkwelle enthaltenen elektrischen und magnetischen Felder mit den elektrischen Strukturen des Organismus in Wechselwirkung treten. Es ist weniger die Energie der Welle als ihre Information, die Wirkungen hervorrufen könnte. Denkbar ist eine besondere Empfindlichkeit der Informationen verarbeitenden Zellen, also des Nervensystems und des Gehirns.

 

Zahlreiche Forschungsorganisationen
In der Schweiz und im Ausland befassen sich zahlreiche Institute und Organisationen mit der Forschung rund um elektromagnetische Felder. Die wichtigsten in der Schweiz sind die Forschungsstiftung Mobilkommunikation an der ETH, die IT'IS Foundation der ETH; das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Auf internationaler Ebene sind es Initiativen unter Aufsicht von WHO, EU sowie der diversen nationalen Gesundheitsorganisationen.

 

Forschung auf verschiedensten Stufen
Aufgabe der Forschung ist es herauszufinden, ob die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte gesundheitsschädigende Wirkungen verursachen. Derzeit liefert die Wissenschaft dafür keine eindeutigen Hinweise. Mit wissenschaftlichen Studien wird die Hypothese der Unbedenklichkeit jedoch laufend überprüft. Nebst nationaler Forschung in praktisch allen Ländern werden auch Länder übergreifende Projekte realisiert.

 

Datenlage ungenügend

Wie bei vielen kontrovers diskutierten Themen besteht auch beim Mobilfunk eine grosse Zahl an (teilweise wiedersprüchlichen) Studien über die gesundheitlichen Effekte. Solche konnten bislang weder einwandfrei nachgewiesen noch eindeutig verworfen werden. Fazit der bestehenden Studien ist, dass die Datenlage zur Abschätzung gesundheitlicher Effekte ungenügend ist. Zu diesem Schluss kommt eine Literaturstudie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Basel im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Gesicherte gesundheitliche Auswirkungen durch hochfrequente Funkwellen gibt es laut dieser Studie nicht.